Allgemeine Informationen über das Binntal

Das Binntal. Dieses kleine Seitental im Kanton Wallis in der Schweiz ist seit je her berühmt für seine ausserordentlichen Mineralienfunde. Fundstellen wie die Lercheltini-Zone, die Lengenbach-Grube oder der Wannigletschter sind jedem Strahler ein Begriff. In den letzten Jahrzehnten wurden in diesen Gebieten immer wieder prachtvolle Mineralien geborgen.

Zudem ist das Binntal bekannt für seine ausgeprägte Flora. Seltene und überaus schöne Blumen schmücken die Wiesen und Almen im Binntal.

Nur durch eine, sich um die Bergkanten windende, schmale Strasse ist das Binntal zu erreichen. Der lange, dunkle Tunnel am Beginn des Tales steht symbolisch für das Eintreten in eine fremde, andere Welt. Der malerische Ort Binn ist das grösste Dorf im ganzen Tal. Dazu kommen kleine Weiler wie Ze Binne, Hl. Kreuz, Ze Giessen und Imfeld.

Das Binntal ist durch Bergketten und Grate abgeschirmt. Nur einige kleine Pässe ermöglichen den Übergang ins nahe Italien:

Das Eggerhorn steht als linker Pfeiler beim Eingang ins Binntal. Ein grosser Teil der nördlichen Grenze des Binntales bildet, der an das Eggerhorn angrenzende, Schweifengrat. Einige kleinere Gipfel wie etwa das Füllhorn bilden den Anschluss. Der Fäldbachsee ist das erste Gewässer auf der nördlichen Seite des Tales. Wie eine Oase scheint dieser Bergsee inmitten einer Wüste aus rötlichem Bündnerschiefer. Gespeist durch den angrenzenden Fäldbachgletscher. Weiter verläuft die Grenze über die Turbenköpfe Richtung Turbhorn. Dieser Gipfel bildet den nord-östlichen Eckpfeiler des Binntales. Der sich Richtung Süden drehende Strahlgrat bildet zusammen mit dem Hohsandhorn die östliche Grenze des Tales.


Bergkristall, Binntal, Sammlung: Ewald Gorsatt

Das mejestätische Ofenhorn ist seinerseits der Hausberg der Binner und steht im süd-östlichen Eck des Tales. Weiter ermöglicht es der frühere Schmuggler-Übergang Albrunpass die Traversierung nach Süden in das benachbarte Italien. Albrunhorn, Seewjischhorn, und die verschiedenen Schinhörner bilden ein schier unüberwindliches Bollwerk und schirmen das Tal nach Süden komplett ab.

Weiler "Fäld", Binntal

Den nächsten Übergang nach Süden bildet der Geisspfad. Der Pass ist geschmückt mit einem grossen, und einigen kleineren Bergseen die charmant in die Serpentinit-Landschaft eingebettet sind. Weiter folgt das Rothorn mit seinen verschiedenen Kletterrouten in der Südwand. Der Grat verläuft weiter zum mächtigen Schwarzhorn und zum Nebengipfel des Schwarzhorns, dem Fleschhorn. Das anliegende Wannihorn mit seinem dahinterliegenden Wannigletscher-Gebiet und die steil abfallenden Hänge in das Kriegalptal bilden den letzten südlichen Teil das Binntals.

Das massige Helsenhorn stellt den süd-westlichen Eckpfeiler des Tales dar. Der nahe Ritterpass und das Hillehorn sind die westliche Grenze.

Abschliessend bildet das kolossale Breithorn den rechten Pfeiler beim Eingang ins Binntal.